TILMAN FÜRNISS, Prof. Dr. , MD, MPhil (Deutschland)
Titel des Vortrags: Kinderschutzsysteme in Europa
DANYA GLASER, MB (Großbritannien)
Titel des Vortrags: Neuro-biologische Folgen von
Kindesmisshandlung
CATHERINE HAMILTON-GIACHRITSIS, PhD
(Großbritannien)
Titel des Vortrags: Primärprevention und kommunale
Maßnahmen
MARINUS VAN IJZENDOORN, PhD (Holland)
Titel des Vortrags: Die Praxis der Bindungsforschung im Feld von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung
ULRICH KOBBÉ, Dr., Dipl.-Psych (Deutschland)
Titel des Vortrags: Missbraucher oder missbraucht?
Vom Umgang mit dem Unerträglichen
DAS EUROPÄISCHE DAPHNE/WHO
PROJEKT TEAM
Titel des Vortrags: Kleinkinder in Pflegeheimen in Europa
Titel des Vortrags: Kinderschutzsysteme in Europain Europe"
Tilman Fürniss ist Lehrstuhlinhaber für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universität Münster. Er ist Ehrenpräsident der Deutschen Gesellschaft gegen Kindesmisshandlung und –vernachlässigung e.V.
Der Vortrag vergleicht verschiedene Kinderschutzsysteme in Europa in ihrem kulturellen Kontext. Er umfasst dabei den Stellenwert von Kinderschutz und Behandlung, die Existenz von Kinderschutzgesetzen und die Folgen solcher Strukturen für multiprofessionelle Zusammenarbeit.
Titel des Vortrags: Neuro-biologische Folgen von
Kindesmisshandlung
Dr. Danya Glaser ist Kinder- und Jugendpsychiaterin. Sie arbeitet im Great Ormond Street Children's Hospital in London. Sie arbeitet klinisch und forscht, schreibt und lehrt über verschiedene Aspekte von Kindesmisshandlung mit speziellem Interesse für emotionale Misshandlung.
Der Vortrag beschreibt verschiedene Folgen von Kindesmisshandlung auf die Entwicklung des Gehirns und deren Bedeutung für die Zukunft der Kinder.
Titel des Vortrags: Primärprevention und kommunale
Maßnahmen
Dr. Catherine Hamilton-Giachritsis arbeitet als forensische Psychologin und Dozentin für forensische Psychologie und Familienpsychologie an der Universität von Birmingham.
Vorgestellt werden Arbeitsansätze des öffentlichen Gesundheitswesens, die auf frühe Interventionen bei materieller Armut setzen im Kontext von Kinder- und Jugendhilfe, Familienarbeit und Gemeinwesenarbeit. Diskutiert werden Ergebnisse und Effekte in Bezug auf Familienarbeit und Gesundheitspflege.
Titel des Vortrags: Die Praxis der Bindungsforschung im Feld von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung
Dr. Marinus van Ijzendoorn ist Professor für Familienforschung an der Universität von Leiden. Er leitet das Leiden Attachment Research Program und ist Mitglied der Königlich Holländischen Akademie für Kunst und Wissenschaft und Gewinner des Spinoza Preises 2004, der es ihm ermöglicht, noch intensiver im Bereich der Bindungsforschung bei Kindesmisshandlung zu forschen.
In seinem Vortrag wird Kindesmisshandlung aus der Sicht der Bindungstheorie diskutiert. Speziell geht es um das Konzept des disorganized attachment in seiner Bedeutung für die Kindesmisshandlung. Es wird definiert und detailliert beschrieben einschließlich möglicher genetischer und Umwelt bezogener Risikofaktoren.
Titel des Vortrags: Missbraucher oder missbraucht?
Vom Umgang mit dem Unerträglichen
Dr. Ulrich Kobbé ist klinischer und forensischer Psychologe / Psychiater, Supervisor und forensischer Experte. Seit 1999 ist er Leiter der Klinischen Psychiatrie der Universität Duisburg-Essen und fertigt zur Zeit seine Habilitation an. Er ist Mitherausgeber des German reviews “Forensic Psychiatry and Psychotherapy” (http://www.wsfpp-forensik.de) and “Psychology and Social Critics” (http://www.pug-online.de).
Im Vortrag werden Ergebnisse von Subjekt orientierter Forschung vorgestellt und interpretiert. Diskutiert werden die psychodynamischen Abläufe bei missbrauchenden Personen sowie die Dialektik des heimlichen Einverständnisses von Missbrauch und Missbrauchtwerden. In einer differenzierten Betrachtung wird bei allem Widerwillen und Ekel der Missbraucher als menschliches Subjekt sichtbar. In der Folge werden ethische Prinzipien sozialer Verantwortung und therapeutischer Verantwortung diskutiert.
Titel des Vortrags: Kleinkinder in Pflegeheimen in Europa
The EU Daphne/WHO Projekt Team umfaßt 12 Partner im Kinderschutz aus Dänemark, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Polen, Rumänien, die Slowakei, Türkei und Großbritannien. Der Vortrag wird von verschiedenen Personen gehalten, die ISPCAN-Experten sind.
Die Zahl und die Merkmale der gefährdeten Kinder unter 3 Jahren in Heimen werden seit 2003 in 33 europäischen Ländern erhoben. Die Kosten dieser Unterbringung werden mit denen famlienorientierter Pflege verglichen. Ergebnisse bezogen auf die Qualität der Pflege und der individuellen Förderung werden für die 9 Partnerländer präsentiert.
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